GOOD VIBES ONLY – PLACE TO BE IN MEXIKO

von Stefan Fries

Zwei aufeinanderprallende Welten, kriminelle Taxifahrer und der Besuch einer Secret Jungle-Party. Was wir alles in Tulum erlebt haben, erfährt Ihr wenn Ihr weiterliest!

Tulum

Nach dem ruhigen Dorf Valladolid war unser nächster Halt Tulum. Der momentane Place-to-be in Mexiko. Hier tummeln sich Musiker, Digitale Nomaden, Youtuber, Instagram Stars sowie andere Prominenz am Strand. Das hat auch seine Gründe, denn Tulum verbreitet einen unglaublichen Charme. Die Stadt ist umgeben vom Jungle und bietet jede Menge zu entdecken. Einen traumhaften und gut besetzten Strand welcher von Weltoffenen und spannenden Leuten umgeben ist. Ebenfalls gibt es interessante Architektur zu bestaunen, mit Gebäuden die direkt in die Umgebung integriert wurden. Ausserdem gibt es eine Ausgrabungsstätte mit der schönsten Aussicht direkt aufs Meer und jede Menge Partyaction. Der perfekte Ort also für einen längeren Aufenthalt.

Hier konnten wir nun unser Mietauto abgeben und waren ab sofort wieder zu Fuss unterwegs. Und wie wir unterwegs waren in diesen 3 Wochen, denn Tulum ist sehr weitläufig. Das Zentrum, in welchem auch unser Hotel war, liegt ca. 6km vom nächsten Strand entfernt. So haben wir jeden Tag die Strecke zu Fuss, per Fahrrad oder mit Trampen hinter uns gebracht. Denn die Taxifahrer haben sich zusammengeschlossen und die UBER-Fahrer mit Gewalt aus der Stadt verbannt. Somit sind die Fahr-Preise für Mexico total überrissen. Doch mit weissem Sand, hellblauem Wasser und guten Vibes wurden wir für diesen weiten Weg mehr als belohnt. Ein weiteres Goodie hielt der Strand in Form eines kleinen, selbstgebauten Gyms bereit. 

Welten treffen aufeinander

Falls du mit einem grösseren Budget unterwegs bist, kannst du dir auch ein Hotel an der Hotelzone nehmen. Diese sind direkt am Strand und sehr luxuriös. Kosten sind jedoch um ein Vielfaches höher als im Zentrum. Ebenfalls in der Hotelzone befinden sich diverse Restaurant und Beachclubs die fast alle ebenfalls im Hochpreissegment anzusiedeln sind. Hier erkennt man am besten wie zwei Welten in Tulum aufeinanderprallen – auf der einen Seite masslose Dekadenz mit Preisen für eine Flasche Champagner von 25’000 Dollar und auf der anderen Seite sieht man Kinder Nachts bei der Arbeit. Ein mexikanischer Arbeiter verdient hier durchschnittlich CHF 10-15 am Tag womit man sich in der Hotelzone gerade mal ein Glas Orangensaft leisten kann.

Während unserer Zeit in Tulum haben wir uns auf den Strand und das Zentrum fokussiert. Abgesehen von den Tagen an welchen wir Ausflüge unternahmen, waren wir immer am Playa Paraiso anzutreffen. Dabei haben wir viele interessante Leute kennengelernt, im Strandgym trainiert oder einfach nur das schöne Wetter genossen. Sehr praktisch waren die vielen anderen Reisenden welche selbstgemachtes, leckeres Essen direkt am Strand verkauft haben. So kannst du dir die teuren Restaurants sparen und für wenig Geld Empanadas, Sandwiches, Burger oder Kuchen geniessen. Abends waren wir meist im Zentrum unterwegs, hier gab es viele Restaurants (auch sehr viele Vegane) und Bar’s. Leider waren während unserer Zeit in Tulum aufgrund von Corona die Clubs geschlossen und die Bar’s durften nur bis 23.00 Uhr offenbleiben. Da sich die Leute in Tulum das feiern nicht verbieten lassen wollten, gab es zu dieser Zeit viele versteckte Jungle-Partys. Es wurde immer von diesen Secret Partys geschwärmt, auch deshalb wollten wir unbedingt bei einer dabei sein.

Es lief so ab: Wir mussten vorab in einem Hostel Tickets kaufen, später bekamen wir dann eine Message wo sich der Standort der Party befand. Dies damit die Polizei den Standort nicht herausfinden konnte. Als wir die Nachricht bekamen war bereits 01.00 Uhr morgens. Mit Schreck stellten wir fest, dass wir noch 2h Fahrt vor uns hatten. Endlich an der Location angekommen, waren wir schwer enttäuscht. Anzutreffen waren nur sehr wenige Leute und eine schlecht organisierte Party. Definitiv nicht was wir uns unter: «auf keinen Fall verpassen» vorgestellt hatten.

Das es aber auch anders geht zeigt ein Beispiel von unseren Freunden. Diese waren auf einer Jungle-Party die ihrem Namen alle Ehre machte. Ein riesiges Festgelände mit Verpflegungsständen, Security und vielen Top DJs. Der einzige Haken: der Eintrittspreis war rund 180 Dollar!

Strand:Wunderschöner, weitläufiger Karibikstrand wie auch schon in Cancun, ebenfalls mit super Atmosphäre.
Essen:Das Essen in den Restaurants ist im Gegensatz zu Cancun super und hip. Viele Vegane Optionen, grosse Auswahl.
Fitness:Es hat diverse Gyms welche für einen einmaligen Eintrit CHF 3-10.- verlangen. Zudem hat es ein Strandgym welches allerdings nur beschränkt ausgestattet ist. Um sich fit zu halten genügt es jedoch. Zudem spart man sich viel Zeit und das trainieren direkt am Strand ist super.
Nachtleben:Tulum soll gemäss vielen Aussagen super sein zum Feiern. Da bei uns leider bereits um 23 Uhr geschlossen werden musste, können wir hierzu leider keine ehrliche Meinung abgeben.
Budget:Tulum ist zwar teuer, trotzdem kann man wenn man weiss wie, mit einem kleinem Budget durchkommen. Wenn man die hippe Hotelzone meidet und wie wir sich nicht ins Nachtleben stürzen kann, braucht man nicht allzu viel Geld.
Sicherheit:Wir haben uns während diesen drei Wochen immer sicher gefühlt. Sofern man sich an die gängigen Sicherheitsregeln hält welche generell beim Reisen gelten. Nehmt euch vor dem Strassenverkehr in Acht, dieser ist recht gefährlich wenn ihr zu Fuss oder auf dem Fahrrad unterwegs seit.
Anderes:Hier sind die Taxifahrer eine regelrechte Mafia. Sie haben UBER Fahrten verboten und kontrollieren so die kompletten Fahrtpreise. Auch die Fahrradmiete ist überteuert! Falls ihr länger hier seit, kauft euch ein Fahrrad und verkauft es anschliessend wieder.

Schweren Herzens entschieden wir uns nach drei wunderschönen Wochen Tulum zu verlassen und die nächste Ortschaft zu erkunden. Seid gespannt!

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