KÜSTENWECHSEL PER BUS – KARIBIK GEGEN PAZIFIK

von Stefan Fries

Eine entspannende Rundfahrt auf der Lagune von Bacalar, die wunderschönen Unterwasserwelten von Mahahual und lange Busfahrten ins Landesinnere. In diesem Blogbeitrag erfährst du mehr über unsere Kurzaufenthalte auf dem Weg an die Pazifikküste.

Bacalar

Die nächste Station nach Tulum war Bacalar. Das kleine, verschlafene Dorf liegt nur ca. 2 Autostunden unterhalb von Tulum. Bekannt ist das Dorf für seine wunderschöne und siebenfarbige Lagune.

Unser Aufenthalt in Bacalar war nur von kurzer Dauer, denn wir haben unser Hotel nur für eine Nacht gebucht. Auch hier haben wir ein Hotel mit super Preis/Leistung erwischt. Einziger Minuspunkt: das WLAN war unbrauchbar. Generell ist südlich von Tulum guter Internetempfang möglich, jedoch nicht immer selbstverständlich.

So sah unsere Tagesplanung vor, dass wir morgens das Dorf erkundigen und am späteren Nachmittag eine Bootstour unternehmen. Die Bootstour war herrlich! Leider war die Lagune nicht wie auf den Bildern im Internet in sieben Farben leuchtend, sondern eher grünlich. Schuld war der Regen des Vortags. Weiter im Süden strahlte das Wasser zum Glück noch in einem schönen hellblau. Ebenfalls hatten wir das Glück, einen unvergesslichen Sonnenuntergang auf dem Boot geniessen zu dürfen.

Mit schönen Erinnerungen machten wir uns auf zum letzten Ziel an der Karibikküste: Mahahual. 

Mahahual

Dies ist ein kleines Dörfchen an der Karibik Küste mit Inselflair. Alles war sehr entspannt und die Leute sehr zuvorkommend. Hier wollten wir unbedingt einige Tauchgänge absolvieren. Denn Mahahual gilt als Tauch-Mekka von Mexiko. Direkt davor liegt das zweitgrösste Korallenriff der Welt, nach dem Great Barrier Reef in Australien. Das Riff beginnt im Norden von Yucatán und endet erst in Honduras.

Wir planten einen Aufenthalt von 5-7 Tagen, je nach Kosten der Tauchgänge. Leider waren nur sehr wenige günstige Unterkünfte verfügbar, obwohl nicht viele Touristen anzutreffen waren. Wir haben uns für eine Unterkunft ausserhalb des Zentrums entschieden, welche nicht annährend die 40 Dollar pro Nacht Wert war. Angeekelt standen wir in unserem Zimmer vor einem fleckigen Bettlacken, einer dreckigen Toilette und langen schwarzen Haaren welche nicht von uns waren. However, ab zur Tauchschule und rein ins Meer. Fehlanzeige, Sturmwarnung für die nächsten Tage! Frühestmöglicher Termin um EVENTUELL tauchen zu gehen: in 4 Tagen! So lange wollten wir nicht vor Ort bleiben. Deshalb fuhren wir am nächsten Tag mit einem Kleinbus nach Chetumal und danach mit dem Nachtbus weiter nach Palenque, Chiapas. Dschungel wir kommen!

Palenque

Das Busnetz von Mexiko ist sehr umfangreich und die Reisen sind komfortabel. Die Kosten beliefen sich für die Fahrt auf ca. CHF 35 / 29 Euro also nicht viel billiger als Inlandflüge. Daher entschieden wir uns für einen Nachtbus, so konnten wir während der 8-Stündigen Busfahrt schlafen und zusätzlich das Geld für ein Hotelzimmer sparen. Das einzig mühsame war, dass wir zwei Mal aussteigen mussten weil sie den Bus desinfizieren wollten. In unseren Augen ziemlich sinnlos, da die gleichen Leute nach 10 Minuten wieder einstiegen. Aber es existieren ja dutzende Sinnlose «Corona-Regeln», nicht nur in Mexiko.

Palenque wurde uns von fast allen Reisenden die wir antrafen schwerstens empfohlen. Was wir vorfanden war wie beschrieben, ein schönes und wenig touristisches Dorf umgeben vom Urwald und jede Menge zu entdecken. So standen am ersten Tag die Wasserfälle «Cascadas Roberto Barrios» auf unserem Programm. Ähnlich wie im Verzascatal im Tessin Tessin gab es hier dutzende Wasserfälle und hellblaues Wasser welches zum Baden einlud. Teilen mussten wir den ganzen Ort nur mit sehr wenig anderen Touristen. Dies war unser Hotel, Preis/Leistung war völlig in Ordnung. Wir haben zusammen CHF 18 / EUR 15 bezahlt für eine Nacht.

Am nächsten Tag besuchten wir eine weitere Ausgrabungsstätte der Maya mit einer anschliessenden Wanderung durch den Urwald. Rund 95% der alten Gebäude sind immer noch unter der Erde und Bäumen begraben. Am Abend stand dann eine weitere 9.5 stündige Busfahrt nach San Cristobal de las Casas an.       

San Cristobal de las Casas

In San Cristobal angekommen, traf uns erstmal der Kälteschock, denn das Dorf liegt auf über 2000 Meter über Meer. So tauschten wir erstmals die FlipFlops und kurzen Hosen gegen Sneakers und langen Hosen. Erst um die Mittagszeit stieg die Temperatur auf angenehme 22 Grad. Zu sehen gab es jede Menge alte Kirchen und Gebäude. Vor allem aber die vielen kleinen Cafés waren definitiv einen Besuch wert. Der einheimische Kaffee war einfach köstlich. Nach einer kalten Nacht in unserem Hotel (da kamen bereits Erinnerungen an den Winter in der Schweiz hoch), stand am nächsten Tag ein Ausflug in den «Sumidero Canyon National Park» an. Mit einem Boot fuhren wir durch die Schlucht und bewunderten die hohen Felswände und im Wasser die vielen Krokodile. Schwimmen eher nicht empfehlenswert. Zurück in unserem Hotel packten wir unsere BackPacks und begaben uns auf die vorerst letzte, dafür längste 12.5 stündige Busfahrt. Obwohl erst eine Woche vergangen war seit wir in Mahahual abgereist sind, vermissten wir bereits das Meer. So war das nächste Ziel der Surfer Ort Puerto Escondido mit seiner weltbekannten Wellen am Zicatela Beach.

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