ROADTRIP COSTA RICA – BESTE ROUTE FÜR 2-3 WOCHEN

von Patrick Fries

Nach einem unvergesslichen Monat in Guatemala kam die Lust auf, wieder mal ein neues Land zu entdecken. Da nicht Hauptsaison war und auch zu Corona-Zeiten weniger Touristen unterwegs sind, haben wir auf ein Schnäppchen bei den Autovermietern gehofft. Wir wurden belohnt, für einen SUV 4×4 zahlten wir für 10 Tage ca. CHF 400.00. Dies war auch noch weniger als all die Onlinepreise. Da wir immer noch zu viert unterwegs waren, lag das einigermassen im Budget. Das Costa Rica eines der teuersten Länder in Zentralamerika ist wussten wir im Voraus – so konnten wir uns schon darauf einstellen, dass unsere Brieftasche bluten wird.

Monteverde

Der erste Halt auf unserem 10-tägigen Roadtrip war in Monteverde. Der Ort liegt hoch in den Nebelwäldern. Hier fanden wir unsere bisher günstigste Unterkunft der Reise für knapp CHF 6 pro Person. Wir hatten hier ein Zimmer für vier Personen inkl. einem frisch zubereiteten Frühstück nach Wahl. Am nächsten Morgen haben wir danach dieses köstliche Frühstuck auf der Aussenterrasse genossen. Der Ausblick war unglaublich, noch besser wurde es, als wir von einem Waschbären und einem Nasenbären (glauben wir zumindet) besucht wurden. Danach besuchten wir den Nationalpark, der Eintritt war USD 25 pro Person. Es hatte schöne Wanderwege, doch der Eintrittspreis war schon an der oberen Grenze. Leider wechselte das Wetter von wolkenlos zu stark bewölkt. So bekamen wir nur sehr wenige Tiere zu Gesicht und die schöne Aussicht konnten wir auch nicht geniessen. Uns wurde empfohlen, die Tour mit einem Guide zu machen, doch dies war über unserem Budget. Also machten wir uns nach der Wanderung auf den Weg an die Pazifikküste mit der Hoffnung auf gute Wellen.

Empfehlungen:

Tamarindo

Unsere erste Anlaufstelle war Tamarindo. Dies ist ein gemütliches Surferdorf im Norden Costa Ricas und liegt direkt an der Pazifikküste. Hier sind vor allem amerikanische Touristen anzutreffen. Dementsprechend sind auch die Preise eher gehoben. Da das Meer flach war und auch keine Besserung in Sicht war, genossen wir einen Tag das schöne Wetter am weitläufigen Strand. Am nächsten Tag fuhren wir dann weiter Richtung Süden der Küsten entlang zu unserem nächsten Ziel.

Santa Teresa

Santa Teresa wurde uns von vielen Bekannten und Reisenden empfohlen. Auf der Fahrt wollten wir eine Unterkunft buchen, doch der Empfang mit der lokalen SIM-Karte war fast in ganz Costa Rica schlecht. Wir wissen nicht, ob unser Anbieter oder aber einfach die Netz-Abdeckung schlecht war. Also setzten wir uns bei der Ankunft in ein Café mit Wifi, um nach einer Unterkunft zu suchen. Da Santa Teresa zu den In-Orten gehört, waren nur wenige Unterkünfte verfügbar und diese zu überteuerten Preisen. Schlussendlich übernachteten wir in einem Dorm für knapp CHF 20.00 pro Person pro Nacht – eine der schlechtesten Preis-Leistungen bis jetzt auf unserer Reise. Deshalb entschieden wir uns nach einer Nacht weiterzuziehen.

Empfehlung:

  • Vorab Unterkunft buchen

Montezuma

Da wir die letzten Tage viel Zeit im Auto verbrachten, entschieden wir uns, drei Tage in Montezuma zu bleiben. Das Dorf liegt knapp 40 Autominuten von Santa Teresa entfernt. Hier war die Preis-Leistung definitiv besser und der Massentourismus noch nicht angekommen. Ein Privatzimmer kostete für 2 Personen CHF 23.00 pro Nacht. Hier kann ebenfalls gesurft werden, doch leider hatten wir auch hier kein Glück mit den Wellen. Viel zu sehen gab es nicht, doch die Leute waren sehr freundlich und das Wetter herrlich für einige Strandtage. Ebenfalls lernten wir einen Einheimischen kennen der uns viel über die Geschichte von Costa Rica erzählte und uns einen spannenden Einblick in die vielfältige Tierwelt gab. Er kam aus der Ortschaft La Fortuna und er bot uns an, falls wir ebenfalls nach La Fortuna kommen, mehr von der Tier- und Pflanzenwelt zu zeigen.

Empfehlung:

La Fortuna

So verbrachten wir die restliche Zeit, bevor wir unser Auto wieder in San Jose abgeben mussten in La Fortuna. Die Ortschaft liegt im Landesinneren, uns ist von dichtem Wald umgeben. Hier fanden wir ein preiswertes Hotel. In der letzten Nacht haben wir zudem gemerkt, dass wir das Zimmer mit einer Fledermaus geteilt haben. Diese lebt in einer kleinen Öffnung im Dach. Die Artenvielfalt und Freizeitaktivitäten in La Fortuna sind grossartig. Carlos, unser einheimischer Bekannter, zeigte uns abseits des Massentourismus viele Spots, an denen wir unzählige Tiere, Reptilien und Insekten beobachten konnten. Des Weiteren gab es den Vulkan Arenal (für uns nach dem Erlebnis in Guatemala uninteressant), heisse Quellen und viele schöne Wasserfälle zu entdecken.

Als letztes Abenteuer unternahmen wir am vorletzten Tag eine Tour an die Grenze von Nicaragua zum Caño Negro. So fuhren wir mit einem kleinen Boot 4 Stunden durch das Naturreservat auf der Suche nach exotischen Tieren. Es war definitiv ein Abenteuer, etliche Male streifte unser Boot die umliegenden Bäume was uns einige unerwünschte Passagiere bescherte. Besonders bei den beiden faustgrossen Spinnen waren alle Passagiere froh, als sie wieder von Bord gingen. Ebenfalls ein kurzer Abstecher in den unberührten Dschungel liessen wir uns nicht entgehen. Es war ein Erlebnis der eher unangenehmen Art. Sobald wir den Dschungel betreten haben, waren wir auf der Speisekarte von Hunderten Mosquitos. Der Lohn dafür war, dass wir eine Affenfamilie von sehr nahe beobachten konnten.

Puerto Viejo

Nach der problemlosen Abgabe unseres Autos entschieden wir uns, einen Bus nach Puerto Viejo zu nehmen. Denn unser nächstes Ziel war Panama und diese Ortschaft lag direkt an der Grenze. Puerto Viejo liegt an der Karibikküste von Costa Rica und hier herrscht ein anderer Vibe. Hier ist Reggae Musik angesagt. Von morgens bis abends dröhnt Bob Marley und Co. aus den Lautsprechern der Bars und Restaurants. Am zweiten Tag erfuhren wir, was Regenzeit in Costa Rica bedeuten kann. Es regnete in Strömen und innert kurzer Zeit waren die Strassen überflutet. Dazu kam sehr starker Wind. Das Ausmass erkannten wir später auf unserem Weg ins Dorf. Auf der Strasse lagen acht grosse Bäume, die in ihrem Fall auch noch die Strommasten mitgerissen haben. Also verbrachten wir die Nacht bei Kerzenlicht.

Am nächsten Tag brachte uns ein Shuttle an die Grenze zu Panama. Wir liessen unsere Pässe stempeln und sind über die Brücke ins nächste Abenteuer gelaufen.

Empfehlungen:

  • Shuttle Service nach Bocas del Toro

Sonstiges: Wir haben unser Auto direkt am Flughafen gemietet. Da keine Hochsaison war, kamen wir einiges günstiger als auf der Website.

Aufgepasst:

  • In Costa Rica sind teils Autoversicherungen obligatorisch. So werden die Kosten, falls Ihr euer Auto über eine Website reserviert habt, schnell doppelt so teuer!
  • Für Corona brauchst du eine zusätzliche Versicherung, unbedingt im voraus buchen. Da du am Flughafen viel mehr bezahlst.

Könnte dir auch gefallen

Hinterlasse einen Kommentar

Diese Internetseite verwendet Cookies, Google Analytics und den Facebook-Pixel für die Analyse und Statistik. Cookies helfen uns, die Benutzerfreundlichkeit unserer Website zu verbessern. Durch die weitere Nutzung der Website stimmen Sie der Verwendung zu. Weitere Informationen hierzu finden Sie in unserer Datenschutzerklärung. Einverstanden Datenschutzerklärung